Es gibt inzwischen schon sehr viel Literatur über den Labradoodle. Zur Geschichte und Usprung möchte ich hier gar nicht viel wiederholen. Ich kann Ihnen aber das sehr schönes und informatives Buch "Doodle" von Andreas Werner empfehlen.

Wie kamen wir zum Labradoodle? Wir hatten vor ein paar Jahren - ganz unerfahren in Sachen Hunde - einen Schäferhund-Mix-Welpen aus dem Tierheim aufgenommen. Dagegen ist grundsätzlich auch nichts zu sagen. Dieser Hund zeigte nach einiger Zeit ein sehr dominantes und agressives Verhalten. Trotz Hundeschule, später auch mit Einzeltraining und verschiedener Erziehungsmethoden hatten wir es leider nicht geschafft, dieses Verhalten zu ändern. Er war eine unberechenbare Gefahr für fremde Menschen und Tiere und wir mussten uns daher schweren Herzens von ihm trennen (er hat inzwischen ein neues Zuhause gefunden).

Ich suchte daher nach einer Rasse, die absolut familientauglich, mit sanften Wesen und einfach zu erziehen ist und dazu auch noch keine Haare verliert. Da bin ich auf den Labradoodle gestoßen und von Anfang an so begeistert von meiner Paula, dass ich diese Freude weitergeben möchte. Die Sache mit dem Haaren hat bei uns allerdings nicht geklappt. Das hängt nämlich vom Felltyp ab:

Curly-Coat (gelockt): Dicht, wollig und gelockt, eher wie Pudel, Scheren alle 6 - 8 Wochen, kein Fellwechsel.

Wire-Coat (Drahthaar): Borstig, fest, struppig, eher wie Labrador, normaler Fellwechsel, oft in der F1-Generation.

Wavy-Coat (wellenförmig): Dicht, wellenförmig, muss gekämmt u. geschoren werden. Kein Fellwechsel.     

Flat-Coat (glatt anliegend): ähnlich wie Wire-Coat

In der F1B-Generation (s.u.) sind meistens alle Felltypen vorhanden. Ich hatte im A-Wurf 3 x Wire-Coat, 3 x Curly-Coat und 4 x Wavy-Coat. Man muss sich entscheiden, ob man den Hund oder den Fußboden öfter pflegen möchte :-)

Eine weitere tolle Eigenschaft ist zusätzlich, dass der Labradoodle für die viele Allergiker geeignet ist. Die Zusammensetzung in Speichel und Hautschuppen macht es möglich. Trotzdem würde ich hier nur den nicht haarenden Curly-Coat oder Wavy-Coat empfehlen. Aus meinem letzten Wurf habe ich zwei Welpen erfolgreich an Allergiker vermitteln können. Eine Fellprobe und mehrmalige "Test-Besuche" sind kein Problem.

Und dann gibt es noch eine tolle Eigenschaft: Dieses bezaubernde und kluge Wesen ist für den Einsatz als Therapiehund o.ä. super geeignet. Auch hier sind zwei meiner A-Welpen als Therapiebegleithund eingesetzt.

 Trotz aller guten Eigenschaften, benötigt aber auch ein Labradoodle Erziehung und Zeit. Ich empfehle beim ersten Hund immer den Besuch einer Hundeschule.

 Zuchtformen:

Labradoodle F1    = Labrador + Pudel

Labradoodle F1B  = Labradoodel F1 + Pudel

Labradoodle F2B  = Labradoodel F1B + Labradoodle F1

Labradoodle Multigen = Labradoodle F1B + Labradoodle F1B

Doubledoodle = Labrdoodle + Goldendoodle

 

 


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